Aaaaalso, ich sitze gerade in unserer Küche und esse und finde dabei doch mal etwas Zeit und Lust, was von meinem Leben hier verlauten zu lassen :D Seit meinem letzten Eintrag hat sich so einiges verändert...wir sind mittlerweile fünf Freiwillige (man bedenke: es gibt vier Schlafzimmer...), da der Tim und der Waldi noch dazu gekommen sind, beide Mitte September. Tim wohnt jetzt oben auf meiner Etage im vierten Schlafzimmer und Waldi wohnt im living room, in dem es jetzt immerhin schon mal ein Bett und einen leicht antiken Schrank gibt :D Im Moment arbeiten Waldi und Tim noch beide auf Doro's Schicht, das wird sich aber Ende Oktober ändern. Dann wechselt Tim auf meine Schicht, weil Callan, eine der normalen Mitarbeiter, für drei Monate in ihre Heimat Südafrika zurückgeht.
Auf Grund dessen habe ich jetzt doch auch eines der Mädchen zugeteilt bekommen, Holly (bisher war Callan ihr carer), für die ich dann das ganze Jahr über verantwortlich bin. Holly ist insbesondere im Moment nicht ganz einfach, da sie offensichtlich eine schwierige Phase durchmacht. Sie hatte die letzten zwei Jahre keine epileptischen Anfälle und jetzt innerhalb des letzten Monats schon drei. Da diese Anfälle sehr gefährlich sind, insbesondere wenn sie länger als zehn Minuten dauern, ist es wichtig, dass wir rausfinden, was diese Anfälle auslöst. Aber trotz der Gefahr dieser Anfälle und ihrer zwischenzeitlichen Sturheit macht die Arbeit mit ihr sehr viel Spaß, insbesondere bei Aktivitäten wie horseriding oder dancing&movments.
Ich gehe jetzt jeden Morgen nach dem Frühstück mit Holly spazieren, danach ist sie meistens in der lounge oder in der Küche und hört Musik. Nachmittags geht es dann entweder zu den Aktivitäten oder wir machen einen car ride oder sie darf auf ihrem bike, einer Art Dreirad, eine Runde drehen. Dann gibt es noch Abendessen, ich dusche sie und ab gehts nach Hause. Wenn ich da angekommen bin, mache ich mir meistens noch was zu essen, zusammen mit Doro, die fast genauso verfressen ist wie ich :D
An meinen freien Tagen ist irgendwie auch immer was los, meistens schlafe ich bis Mittags, dann erledige ich verschiedene Sachen in der Stadt, wenn ich ganz motiviert bin gehe ich joggen und abends geht es insbesondere Freitags, Samstags oder auch Sonntags in die nahegelegenen Pubs. Dort haben wir auch schon verschiedene Ortsansässige kennengelernt, die mal mehr und mal weniger nett und gut drauf sind.
Außerdem bin ich auch einem Judoverein in Newport beigetreten, dort ist es ziemlich cool, auch wenn es so ziemlich gar keine Mädchen oder Frauen gibt und das Training sehr anders ist als das Training in Deutschland. Aber die Leute da sind alle ziemlich gut drauf und haben nichts gegen weibliche Mitglieder :P
So das war es dann erstmal, mehr fällt mir nämlich gerade nicht ein. Ich werde versuchen, demnächst etwas öfter zu berichten, wie es so läuft, aber versprechen kann ich nichts :D
Fotos gibt es bisher auch nur auf Facebook zu bewundern, aber ich werde mal sehen, was sich machen lässt, vielleicht kommen dann hier auch mal ein paar Fotos rein :)
Bis dahin schöne Grüße aus dem SONNIGEN Chepstow
eure Katja.
Mein Freiwilligendienst
Wie die meisten wissen, werde ich das nächste Jahr in Wales, genauer gesagt in Kligwrrwg verbringen.
Ich bin gespannt, was ich dort so erlebe, und wenn es euch interessiert, könnt ihr hier verfolgen, was das so ist. Viel Spaß dabei, hab euch lieb :)
Ich bin gespannt, was ich dort so erlebe, und wenn es euch interessiert, könnt ihr hier verfolgen, was das so ist. Viel Spaß dabei, hab euch lieb :)
Donnerstag, 7. Oktober 2010
Freitag, 27. August 2010
erste Zeit
So, jetzt habe ich mich ja etwas länger nicht gemeldet, aber dafür kann ich jetzt mehr erzählen ;)
Die ersten Arbeitstage habe ich bewältigt, die erste freie Zeit auch, und insgesamt habe ich mich schon ganz gut eingelebt. Ich arbeite am Tag zwölf Stunden, was sehr viel erscheint, tatsächlich geht die Zeit aber meistens sehr schnell rum. Der Tag beginnt mit dem Frühstück mit den youngsters, im Moment gibt es drei Jungen und zwei Mädchen. Jeder youngster hat ein bis zwei eigene carer. Für wen der youngsters ich eingeteilt werde steht noch nicht ganz fest, wahrscheinlich aber für einen der Jungen. Nach dem Frühstück gehen die youngsters entweder in die lounge oder nach draußen in den Garten, das ist aber die Entscheidung der carer. Es finden sich dann alle wieder zusammen zum Lunch, danach haben die youngsters ihre rest time, in der wir als ihre carer abräumen, spülen oder auch putzen müssen, aber auch meistens etwas Freizeit haben. Nach der rest time stehen entweder Aktivitäten oder Ausflüge an, oder der Tag wir mit Spaziergängen in der Umgebung oder ähnlichem verbracht. Nach dem Abendessen werden die youngsters dann noch von ihren Betreuern bettfertig gemacht und ab halb neun übernimmt dann die Nachtschicht, d.h. man ist dann ungefähr um neun Uhr zu Hause. Die Woche ist in zwei Schichten eingeteilt, von sonntags bis mittwoch nachmittags und dann von mittwoch nachmittags bis samstags. Ich bin in der ersten Schicht von sonntags, zusammen mit Michael, einem anderen Freiwilligen. Doro, auch eine Freiwillige, ist leider in der anderen Schicht, ebenso wie Waldi (kein Scherz, das steht als Name auf dem Zettel, wann die Freiwilligen ankommen), der aber erst im September kommt.
In meiner freien Zeit habe ich bisher noch nicht so viel unternommen, ich war mehrmals in Chepstow, zum Beispiel um mir eine SIM-Karte zu besorgen oder zur Eröffnung meines Bankkontos bei Barclays. Der einzige größere Ausflug war mit Elwin, der mich freundlicherweise mitgenommen hat zum Wandern. Dabei sind wir gegen mittag losgegangen, am Fluß entlang rauf nach Tintern, das hat ungefähr vier oder vier einhalb Stunden gedauert, und dann sind wir nach einer kleinen Stärkung mit dem Bus zurück gefahren.
Heute abend werden wir in den Pub gehen, um den Abschied von Annika zu feiern, der Freiwilligen vom letzten Jahr. Ab Sonntag arbeite ich ja dann wieder und in meiner nächsten freien Zeit möchte ich mich dann mal um den Judo Verein kümmern.
Das wars erstmal aus dem regenreichen Chepstow :)
Die ersten Arbeitstage habe ich bewältigt, die erste freie Zeit auch, und insgesamt habe ich mich schon ganz gut eingelebt. Ich arbeite am Tag zwölf Stunden, was sehr viel erscheint, tatsächlich geht die Zeit aber meistens sehr schnell rum. Der Tag beginnt mit dem Frühstück mit den youngsters, im Moment gibt es drei Jungen und zwei Mädchen. Jeder youngster hat ein bis zwei eigene carer. Für wen der youngsters ich eingeteilt werde steht noch nicht ganz fest, wahrscheinlich aber für einen der Jungen. Nach dem Frühstück gehen die youngsters entweder in die lounge oder nach draußen in den Garten, das ist aber die Entscheidung der carer. Es finden sich dann alle wieder zusammen zum Lunch, danach haben die youngsters ihre rest time, in der wir als ihre carer abräumen, spülen oder auch putzen müssen, aber auch meistens etwas Freizeit haben. Nach der rest time stehen entweder Aktivitäten oder Ausflüge an, oder der Tag wir mit Spaziergängen in der Umgebung oder ähnlichem verbracht. Nach dem Abendessen werden die youngsters dann noch von ihren Betreuern bettfertig gemacht und ab halb neun übernimmt dann die Nachtschicht, d.h. man ist dann ungefähr um neun Uhr zu Hause. Die Woche ist in zwei Schichten eingeteilt, von sonntags bis mittwoch nachmittags und dann von mittwoch nachmittags bis samstags. Ich bin in der ersten Schicht von sonntags, zusammen mit Michael, einem anderen Freiwilligen. Doro, auch eine Freiwillige, ist leider in der anderen Schicht, ebenso wie Waldi (kein Scherz, das steht als Name auf dem Zettel, wann die Freiwilligen ankommen), der aber erst im September kommt.
In meiner freien Zeit habe ich bisher noch nicht so viel unternommen, ich war mehrmals in Chepstow, zum Beispiel um mir eine SIM-Karte zu besorgen oder zur Eröffnung meines Bankkontos bei Barclays. Der einzige größere Ausflug war mit Elwin, der mich freundlicherweise mitgenommen hat zum Wandern. Dabei sind wir gegen mittag losgegangen, am Fluß entlang rauf nach Tintern, das hat ungefähr vier oder vier einhalb Stunden gedauert, und dann sind wir nach einer kleinen Stärkung mit dem Bus zurück gefahren.
Heute abend werden wir in den Pub gehen, um den Abschied von Annika zu feiern, der Freiwilligen vom letzten Jahr. Ab Sonntag arbeite ich ja dann wieder und in meiner nächsten freien Zeit möchte ich mich dann mal um den Judo Verein kümmern.
Das wars erstmal aus dem regenreichen Chepstow :)
Montag, 16. August 2010
Ankunft
So, heute ging es also los...nachdem ich gestern abend erst um halb neun vom Vorbereitungsseminar wieder zurück gekommen bin...
Ein paar Worte dazu: erstmal war es insgesamt gesehen spitzenklasse. Das Essen, was natürlich das Wichtigste war, war akzeptabel, die Feldbetten waren schrecklich, aber die Leute und die Seminar- und Team-Leiter waren echt super. Es hat riesigen Spaß gemacht, mit meiner Mit-Freiwilligen Doro versteh ich mich echt gut, und auch mit Isa, die ihren Freiwilligendienst in Bristol leistet, versteh ich mich sehr gut.
Nun aber zur Reise: heute morgen um 07:14 Uhr ging es erstmal mit dem ICE nach Köln, dort musste ich dann in den richtigen Zugteil steigen, um nach Brüssel zu kommen. In Brüssel gab es eine Menge Kontrollen, bevor man mich zum Zug nach London gelassen hat. In London ein Stück mit der U-Bahn, ging gut, bin nur beim Koffer rauf und runter tragen fast zusammen gebrochen, aber ihr merkt, ich lebe noch und bin nicht die Treppe runter gefallen...zum Schluss noch nach Bristol, dort hat Helen mich abgeholt und wir sind nach Chepstow gefahren, wo das Haus der Freiwilligen ist. Das Haus ist ganz in Ordnung, ein bisschen schmutzig für meine Verhältnisse, insbesondere mein Zimmer. Ich war also erst mit Annika, der Freiwilligen vom letzten Jahr, im Ort und habe eingekauft, und hab dann ca. drei Stunden mein Zimmer geputzt. Als Abendessen gab es Fertigpizza, dabei haben Annika und ich uns eine Menge erzählt, sie kommt nämlich ganz aus der Nähe von Wuppertal, Langenfeld. Vorhin habe ich dann auch noch Elvin(wie auch immer man das schreibt) kennengelernt, der vor zwei Jahren als Freiwilliger hier war und im Moment ein bisschen aushilft.
Morgen geht es dann um acht Uhr los nach Dorlands, dann lerne ich das Team und die Bewohner kennen...Ich bin gespannt, wie das so wird...
Ein paar Worte dazu: erstmal war es insgesamt gesehen spitzenklasse. Das Essen, was natürlich das Wichtigste war, war akzeptabel, die Feldbetten waren schrecklich, aber die Leute und die Seminar- und Team-Leiter waren echt super. Es hat riesigen Spaß gemacht, mit meiner Mit-Freiwilligen Doro versteh ich mich echt gut, und auch mit Isa, die ihren Freiwilligendienst in Bristol leistet, versteh ich mich sehr gut.
Nun aber zur Reise: heute morgen um 07:14 Uhr ging es erstmal mit dem ICE nach Köln, dort musste ich dann in den richtigen Zugteil steigen, um nach Brüssel zu kommen. In Brüssel gab es eine Menge Kontrollen, bevor man mich zum Zug nach London gelassen hat. In London ein Stück mit der U-Bahn, ging gut, bin nur beim Koffer rauf und runter tragen fast zusammen gebrochen, aber ihr merkt, ich lebe noch und bin nicht die Treppe runter gefallen...zum Schluss noch nach Bristol, dort hat Helen mich abgeholt und wir sind nach Chepstow gefahren, wo das Haus der Freiwilligen ist. Das Haus ist ganz in Ordnung, ein bisschen schmutzig für meine Verhältnisse, insbesondere mein Zimmer. Ich war also erst mit Annika, der Freiwilligen vom letzten Jahr, im Ort und habe eingekauft, und hab dann ca. drei Stunden mein Zimmer geputzt. Als Abendessen gab es Fertigpizza, dabei haben Annika und ich uns eine Menge erzählt, sie kommt nämlich ganz aus der Nähe von Wuppertal, Langenfeld. Vorhin habe ich dann auch noch Elvin(wie auch immer man das schreibt) kennengelernt, der vor zwei Jahren als Freiwilliger hier war und im Moment ein bisschen aushilft.
Morgen geht es dann um acht Uhr los nach Dorlands, dann lerne ich das Team und die Bewohner kennen...Ich bin gespannt, wie das so wird...
Montag, 9. August 2010
Vorbereitungsseminar
So, morgen geht es also los zum Vorbereitungsseminar...und mein Zimmer ist noch immer das reinste Chaos.
Aber ich freu mich auf morgen, hoffentlich werde ich viele nette, interessante Leute kennen lernen und viel Spaß haben. Und in einer Woche geht es dann endlich los.
Aber ich freu mich auf morgen, hoffentlich werde ich viele nette, interessante Leute kennen lernen und viel Spaß haben. Und in einer Woche geht es dann endlich los.
Samstag, 7. August 2010
Abschiedsparty
So, gerade hatte ich meine kleine Abschiedsparty, und ganz schnell war sie auch vorbei. Danke für den tollen Abend, ich hoffe mal, alle sind noch gut nach Hause gekommen ;)
Aber das heißt auch, dass der Abschied näher rückt. Obwohl der Koffer noch nicht gepackt ist und die Liste der zu erledigenden Aufgaben nicht kleiner wird.
Noch zwei Tage, dann geht das Vorbereitungsseminar in Karlsruhe los...
Aber das heißt auch, dass der Abschied näher rückt. Obwohl der Koffer noch nicht gepackt ist und die Liste der zu erledigenden Aufgaben nicht kleiner wird.
Noch zwei Tage, dann geht das Vorbereitungsseminar in Karlsruhe los...
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